#BahnWoche,
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060: Fahrkartenkontrolle von morgen, Mobilfunkmasten

März 19, 2018

4 comments

  1. Moin aus dem ICE 874.

    GSM-R ist für Internetzugang überhaupt ganz gar nicht geeignet. Erstens sind es komplett andere Frequenzen, die ein handelsübliches normales Mobiltelefon nicht benutzen kann. Und zweitens ist es halt GSM, nicht UMTS, und nicht LTE. Sprich, das kann schon den Internetbedarf eines einzigen Kunden in keinster Weise decken. Die eines ganzen ICE schonmal gar nicht.

    Und im Übrigen sind die Sitze im ICE 4 echt grausam und für Langstreckenreisen ungeeignet. Das ist ein konzeptioneller Mangel, der sich auch durch die angekündigte Nachbessserung (lies: Alibikissen) nicht wird heilen lassen.

    1. Tim Grams sagt:

      Hey Marc, danke für dein Feedback zu GSM-R. Wir stimmen dir voll und ganz zu. Es war eher eine Antwort auf die Kommentare. Zumal wir ja auch zum Entschluss gekommen sind, dass dieses Netz für autonomes Fahren und die große Datenübertragung nicht geeignet ist.

      Die Sitze sind tatsächlich für einige ein Problem. Daran wird nochmal hart gearbeitet. Weitere Infos dazu wird es bald geben.

      Beste Grüße
      Tim

  2. Gerhard sagt:

    Moin,
    was Mobilfunk angeht, so solte man nie vergessen, dass die Ausbauanforderungen (Lizenzbedingungen) momentan bei 50 Mbit/s pro Funkzelle liegen. Bei drei Providern (Telekom, Vodafone, Telefonica) sind das 150 Mbit/s. Das müssen sich – nehmen wir mal einen ICE an – 500 Leute teilen. Dazu kommen die, die um die Bahnstrecke herum wohnen oder sich dort gerade befinden. Da sieht man, dass da nicht viel bei rum kommt und dass für’s Surfen nicht viel bleibt. Merkt man ja als Bahnfahrender auch.
    Gut, ist eine worst Case-Berechnung. Aber selbst bei einer höheren Mastendichte wird es nicht signifikant besser.
    Für eine einigermaßen vernünftige Basisversorgung mit Internetzugang müssten die Funkzellen schon eine Kapazität im einstelligen GBit/s-Bereich aufweisen. Das werden die Mobilfunkanbieter nicht für die Bahn bauen, außer es wird explizit und vollständig bezahlt. Dann kann man es auch gleich für sich selbst machen.
    Es macht schon SInn, aus Bahnsicht, sich mit dem Gedanken einer eigenen Grundversorgung per Funk entlang der Strecken auseinanderzusetzen. Welche Technologie/Frequenz man dann auch immer nimmt.
    Gruß
    Gerhard

    1. Tim Grams sagt:

      Hey Gerhard,

      vielen Dank für deine Insights zu diesem Thema. Wir stimmen dir zu, dass es wohl eher nicht passiert, dass die DB ins Mobilfunkgeschäft einsteigt. Deine Kostenaufzeichnung zeigt das nochmal, warum man es lassen sollte und lieber mit den Mobilfunkanbietern zusammenarbeiten sollte.

      Beste Grüße
      Lukas & Tim

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