#BahnWoche,
18 MIN

053: Friederike hat(te) die Bahn im Griff – Sturm-Spezial

Januar 22, 2018

Themen in dieser Podcast-Folge:

  • 00:00:10 – Begrüßung
  • 00:01:20 – Erstanalyse zum Sturm Friederike
  • 00:02:50 – So hat Tim den Sturm Friederike erlebt
  • 00:04:20 – Unsere Meinung zur Einstellung des Fernverkehrs
  • 00:10:45 – Blick in die Zukunft – was muss getan werden?
  • 00:15:10 – Zusammenfassung und eure Meinung

Links zur Episode:

4 comments

  1. Tilo Dilzer sagt:

    Hallo Tim,
    dennoch sind Regionen gerade Frankfurt-Fulda oder Frankfurt-Würzburg weiter von dort nach Nürnberg von DB Regio gefahren wurden. Spezifisch stand sogar bis kurz vor Einstellung der ICE Frankfurt-Wien als planmäßig, ich beziehe mich also auf die freien Strecken wie Eingangs beschrieben. Zudem ist natürlich negativ, was du hier ja auch richtig ansprichst, wenn die Bahn immer darauf hinweist das man sich doch vor Fahrtantritt im Navigator informieren soll, was aber gar nichts gebracht hat, gerade am Do. Letztlich waren am Freitag nicht alle Städte wieder angeschlossen, wie Dresden wo ich herkomme oder Leipzig-Berlin diese nur von einigen wenigen S- Bahnen bis Bitterfeld gefahren wurden um hier mal kurze Beispiele zu nennen. Ich kann das auch nachvollziehen so mal unter anderem natürlich Züge nicht an den eigentlichen Standpunkten verfügbar waren aber es wird leider allgemein oft viel zu positiv kommuniziert.

    Und geändert hat sich auch nicht viel was insbesondere beim IC2 schon längst bekannt ist. Ich möchte nicht auf jeden Punkt eingehen dennoch schon nervig sind die lauten automatischen oft fehlerhaften Ansagen, die miesen Wasserspender etc. Es gibt also viel zutun. Ich fahre nun auch jeden Tag quer durch`s Land, somit wissen wir beide wovon wir sprechen. Grundsätzlich würde ich mir für die Eisenbahn mehr Hingabe vom Management wünschen, auch mal an der Basis sich die Probleme anzusehen und sie zu beheben. Finde dein Podcast immer sehr interessant und sag mal weiter so. Viele Grüße an dich und Lukas.

    1. Tim Grams sagt:

      Hallo Tilo,

      Vielen lieben Dank für dein Feedback zu dieser Episode. Danke für deine Offenheit und die angesprochenen Punkte. Insgesamt war ein noch keine zufriedenstellende Leistung, doch es war schon deutlich besser als bei Xavier und Herwart. Darauf kann man aufbauen und sofern ein nächster Sturm kommen sollte, sollte sich weiterhin etwas verbessern.

      Danke auch noch für das Feedback zum Podcast.

      Beste Grüße
      Tim

  2. Hallo ilebe Podcaster,

    zunächst mal vielen Dank für den informativen Podcast, den ich ganz besoners gerne im IC höre 😉

    Und dann muss ich noch vorweg schicken, dass die Betriebseinstellung des Fernverkehrs dort, wo der Sturm durchgezogen ist, richtig und wichtig war. Die Einstellung des Nahverkehrs bestätigt dies. Die Sicherheit der Fahrgäste geht unbedingt vor.

    Nicht zustimmen kann ich Euch bezüglich der Einstellung des Verkehrs in Baden-Württemberg. Wie die Situation in Bayern aussah, weiß ich nicht, deswegen beschränke ich mich an dieser Stelle auf Baden-Württemberg und Südhessen.

    Ich pendle zwischen Heidelberg und Frankfurt. Am Sturmdonnerstag Nachmittag kann ich bestätigen, dass sowohl in Frankfurt, als auch in Heidelberg, als auch in Karlsruhe der Himmel nahezu wolkenlos war. Der Wind war Wind, kein Sturm und schon gar kein Orkan. Der Nahverkehr auf den elektrifizierten Hauptstrecken im Viereck Frankfurt-Mannheim-Heidelberg-Karlsruhe verkehrte nach Plan. Nur vom Fernverkehr, der bei den Pendlern das Rückgrat darstellt, war weit und breit nichts zu sehen.

    Wenn die Sicherheit der Fahrgäste unbedingt vorgeht, und es am Donnerstag Nachmittag unsicher war, Fernzüge zwischen Frankfurt, Mannheim, Heidelberg und Karlsruhe verkehren zu lassen, dann hätte man bitte auch den ebenso unsicheren Nahverkehrszug einstellen müssen. In einem 425 oder 446 sind insbesondere die Fahrgäste im ersten Wagen sehr viel mehr gefährdet als in einem lokbespannten, lokgeführten Fernzug – ganz alleine weil die Lok mehr als doppelt so schwer ist und eher eine Chance hat, einen auf dem Gleis liegenden Bau abzuräumen als ein Leichtbautriebwagen.

    Und außerdem müsste man dann den Verkehr auch bei Regen komplett einstellen: Regen ist schlechteres Wetter als das, was es hier am Donnerstag gab und gefährdet damit die Fahrgäste noch viel mehr.

    Statt dessen hat man aber die Fernzüge, deren Zugfahrt bereits begonnen hatte, bis zum Ende weiterfahren lassen. Wenn es unsicher ist, neue Fernzugfahrten beginnen zu lassen, hätte man auch dieses „zuende fahren“ nicht erlauben dürfen. Ich vermute (Achtung Verschwörungstheorie), dass man sich hier eher am Wunsch nach guter Presse und der Vermeidung betrieblicher Herausforderungen als an der Beförderung der Fahrgäste orientiert hat.

    Und nun das Betriebliche: Natürlich ist es praktisch, die Züge schon einen halben Tag vor der geplanten Betriebsaufnahme dort hin sortieren zu können, wo man sie am Morgen braucht. Dann darf ich als Fahrgast aber erwarten, dass es auch klappt. Leider war das Gegenteil der Fall, am Freitag nach dem Sturm ist beispielsweise von den vier wichtigsten Pendler-ICs zwischen Frankfurt und Heidelberg (15:20, 16:20, 16:46, 17:20) genau einer gefahren, und zwar anschlußverlierend mit +40. Insbesondere sind zwei in Frankfurt beginnende Züge, deren Vorleistung aus dem Süden kam, ausgefallen. Nach einer geordneten Betriebsaufnahme sah das für mich nicht aus.

    Ich kann auch verstehen, dass man am Donnerstag nachmittag zunächst mal alles angehalten hat. Dann hätte man aber meiner Meinung nach z.B. über den Nahverkehr feststellen können, welche Strecken befahrbar sind und auf diesen dann einen Rumpfverkehr anbieten müssen. Ob das nun ganze Linien oder wie vorgeschlagen Pendelverkehre sind, entzieht sich meiner Beurteilungsfähigkeit, aber z.B. die IC-Linie Frankfurt-Stuttgart-München-Österreich, die aufgrund des Mitlaufens österreichischer Garnituren einen eigenen Umlauf darstellen dürfte und die auf ganzer Länge auf nicht vom Sturm betroffenen Strecken verkehrt, hätte man – notfalls unter Umgehung von Strecken, auf denen kein Nahverkehr fährt (z.B. die NBS Mannheim-Stuttgart) – verkehren lassen können. Eine solche Überprüfung muss in derartigen Situationen in Zukunft zeitnah und mit dem Ziel „wir fahren was geht, ggf. Fahrplan egal“ erfolgen.

    Zusammengefasst: Meiner Meinung nach hat Herr Naumann vollkommen Recht.

    So, das war jetzt viel zu lang, aber es musste einfach raus.

    Grüße
    Marc

    1. Tim Grams sagt:

      Hallo Marc,

      Sorry für die späte Antwort. Es gab einiges zu tun. Ebenfalls beantworten wir Feedback meist in einer separaten Episode.

      Da das Thema so brisant ist, auch hier: Danke für dein Feedback zu diesem Thema. Natürlich war die Einstellung des Fernverkehrs da wo Sturm war richtig. Doch ich und wir bleiben dabei: Kann man nicht zu 100% sagen, dass die Strecken sicher befahrbar sind, dann sollte auch nichts fahren. Im Bereich Hessen Richtung Baden-Württemberg sehe ich das tatsächlich auch kritisch, allerdings nicht so wie du.

      Es war zudem von Anfang an kommuniziert, dass man den Verkehr nach und nach am Freitag wieder aufnimmt. Und genau das ist passiert. Das es von Beginn des Tages nicht gleich klappt sollte auch klar sein, da die Sturmauswirkungen erst am nächsten morgen zu 100% sichtbar waren.

      Ich finde es immer einfach zu sagen, ja hätte die Bahn mal, hätte die Bahn mal…

      Wenn auch nur eine Person durch einen Schaden verletzt worden wäre, wäre das Geschrei auch wieder groß, warum man gefahren wär.

      In Puncto Vegetation muss sich etwas tun, dann kann man fahren ohne Ende.

      Beste Grüße
      Lukas & Tim

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