#BahnWoche,
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068: Zugunglück Aichach, Bahnschranke weggeflext

Mai 14, 2018

2 comments

  1. savus4 sagt:

    30 Millionen Euro ist sicherlich eine große Zahl, aber sie wäre noch viel höher, wenn die Bahn es nicht so unglaublich kompliziert und aufwändig gestalten würde, bei Verspätung das Geld zurück zu fordern. Das müsste und könnte viel einfacher gehen, besonders in so einer digitalisierten Welt in der wir heute leben. Ich denke die Bahn tut sich keinen Gefallen, wenn ich, der Kunde, eh schon unzufrieden durch eine Verspätung bin, dann auch noch den Prozess der Rückerstattung so langwierig und umständlich zu gestalten. Im Optimalfall würde es natürlich ganz automatisch, ohne mein Zutun, gehen.

  2. Hallo liebe Bahnfunker,
    zwei kurze Anmerkungen zum Unglück in Aichach.

    (1)
    Das ist kein Kurort und auch kein Bad, heißt einfach nur Aichach. Ich verstehe, dass Euch das wegen der wörtlichen Nähe zu Bad Aibling reingerutscht ist, aber es verstärkt natürlich die Verwechslungsgefahr der beiden Unfallorte.

    (2)
    Was mir im Podcast völlig gefehlt hat (was aber IMO sehr wichtig ist) ist, dass das mechanische Stellwerk im Bf Aichach wie die bei weitem überwiegende Zahl der mechanischen und elektromechanischen Stellwerke in Deutschland keine selbsttätige Gleisfreimeldung hat, so dass Einfahrten in besetzte Gleise „einfach so“ gestellt werden können. Der Fahrdienstleiter muss hier den Fahrweg „durch Hinsehen“ prüfen, bevor er die Einfahrt stellen darf bzw. den Befehl für die Einfahrt absetzen darf. Relaistellwerke, ESTW und DSTW verhindern die Einfahrt in ein besetztes Gleis automatisch, da sie im Gegensatz zur (elektro)mechanischen Technik „wissen“ ob das Bahnhofsgleis belegt ist oder nicht.

    Ich will jetzt hier nicht spekulieren, würde aber wetten, dass dieser kleine aber feine Unterschied für den Unfall eine ziemlich große Rolle gespielt haben dürfte.

    Grüße
    Marc

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